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    The Dome 36 - PEER war da

    Mit viel Glamour, Kitsch und Weihnachtsstimmung lässt The Dome 36 die Herzen von 10.000 Popbegeisterten höher schlagen.
    Schwarze Limousinen mit Silberbeschlag gleiten aus dem Nirgendwo heran und halten vor dem Roten Teppich, der in die SAP-Arena der Adler Mannheim führt.Kreischende Fans, aggressive Journalisten, unzählige Fotografen. Star für Star kämpft sich in seine Umkleidekabine durch. Scooter, Die Firma, Natasha Thomas. Xavier Naidoo, Vanessa Petruo, Oli P. Anastacia, Christina Stürmer, Aimy Diamond. Mit jedem Prominenten werden die Zurufe der Fans noch lauter, steigern sich zu einem ohrenbetäubenden Wirrwar aus Liebesbekundungen und Bitten um Autogramme.
    Preluders, Jeanette, Culcha Candela. Sarah Connor, Marc Terenzi, Raptile. Plötzlich ein Schrei. Tokio Hotel klettern auseinem riesigen dunklen Tourbus. Sie weichen zurück, wie betäubt von den begeisterten Zurufen der Menge.Einige Mädchen, die ein Banner beschrieben mit der Zeile „Just because of you we are here“ in den Händen halten, beginnen zu zittern. US5 naht mit der nächsten Limousine. Die Türen der Edelkarosse öffnen sich und das Sicherheitspersonal hat Mühe, die Absperrung gegen die hemmungslos gewordenen Jugendlichen zu behaupten. Im Innern der SAP-Arena strömen die Menschen zusammen. Es scheint als hinge ein riesiger Magnet im Innern des Gebäudes. Nur noch wenige Minuten bis zum Beginnvon Deutschlands größter Popshow. Die Arena scheint unter der Last der abertausenden Fans zu bersten. Der Countdown läuft. 3, 2, 1… Plötzlich ein Knall. Feuerfontänen. Scooter stürmt die Bühne und skandiert „Good to be back, Hello!“.
    Blonde Mädchen bekleidet mit einem Hauch von Nichts bringen auch die männlichen Zuschauer in Wallung. Im nächsten Moment lösen Schneeflocken und Edeloutfit die Feuerwerkseffekte und „Gogo-Girls“ ab. Natasha Thomas taucht die Halle mit „Skin Deep“ und fallendem Glitter in kitschig-romantische Atmosphäre. In Parker, mit tief sitzendem Hut und Sonnenbrille erobert kurz darauf Xavier Naidoo mit den Söhnen Mannheims und „Dieser Weg“ das Parkett. Im Minutentakt lösen sich die Popikonen Europas ab, sie alle kämpfen um die Herzen der Fans. Diese jedoch waren bereits lange vor dem Konzert vergeben: Der Abend gehört Tokio Hotel und US5. Wann immer die beiden Bands die Bühne betreten, haben die Tontechniker Mühe, die Musik über dem ausbrechenden Geschrei hörbar zu machen. Als US5 schließlich ein in Verzückung und Überwältigung strahlendesMädchen aus der ersten Reihe des Publikums von allen Seiten betanzt, ist das Publikum nicht mehr zu halten. „Ihr seid einfach unglaublich“, so die Moderatoren des Abends, Anastacia und Oli P., am Ende der Show zu den Fans. The Dome 36 war ein Event des Kitsch, der aufwändigen Bühneneffekte und der Kontraste. Fallende Blütenblätter standen aggressiven Feuerwerkseffekten gegenüber, heiße Dessous brachten den Kunstschnee zum Schmelzen und „First Day of My Life“ wurde von Preluders und Raptile eingerahmt.
    Von den Pannen und Kuriositäten, die sich auf und hinter der Bühne ereigneten, wird der Fernsehzuschauer am 10. Dezember wohl wenig erfahren: Verona Pooth musste den Journalisten verraten, wie sie an diesem Abend ihren überaus engen Rock vor dem Platzen bewahren würde, Muhabbet sang aufgrund von Tonstörungen zweimal „Sie liegt in meinen Armen“ und Anastacia leistete sich Kommentare wie „Ihr könnt ja singen! Geil!“. Auch Tokio Hotel musste an diesem Abend „durch den Monsun“: Eine Moderatorin fragte Bill „backstage“ danach, wie denn die Sängerin der Band heißt und während der Show profitierten die wohl berühmtesten Newcomer des Jahres 2005.

    19.5.2007
    Nicolas Kunath


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