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    Abtei; EGM; Sonstiges



    Samstag, der 24. Mai 2008 


    Irgendwie bin ich schon traurig, dass morgen alles vorbei ist. Ein letztes Mal laufen wir zum Bahnhof in Melle; ein letztes Mal fahren wir von dort nach Osnabrück; ein letztes Mal besuchen wir den 97. Deutschen Katholikentag. Doch ich habe ja noch einen ganzen Tag vor mir! „Ora et labora“ heißt unser erster Punkt auf der heutigen Programmliste. Bei Benediktinermönchen, teils aus Münsterschwarzach, können wir z. B. Rosenkränze basteln, was sich als schwieriger herausstellt, als ich gedacht hätte. Nach dem beim 205. Mal mein Knoten immer noch falsch ist, beschließe ich einfach, falsch weiter zu machen, damit es wenigstens einheitlich ist. Als er dann nach stundenlanger Arbeit fertig ist, lasse ich ihn noch von Pater Jonathan segnen. Dann geht es los zum moderiertem Dialog „Am Anfang schuf Gott den Wasserstoff: Wie halten´s Christen mit der Evolutionstheorie “. Anscheinend haben sich die anderen gestern tatsächlich von der Vorlesung, von der ich erzählt habe, beeindrucken lassen, denn diesmal kommen deutlich mehr mit als gestern. Der Vortrag ist zwar insgesamt einfacher verständlich, doch gestern war er um einiges interessanter, was nicht heißen soll, dass dieser schlecht gewesen wäre. Auf jeden Fall waren die Sitze und die Musik besser! Der anschließende Gospel-Gottesdienst, der sich eher als Konzert heraus stellt, ist zwar langweilig, doch dann geht es wieder los zum nächsten großen Event: Der Geburtstagsshow von Misereor „Mit Zorn und Zärtlichkeit“. Erfreut stellen wir fest, dass es diesmal keine Absperrungen gibt. So bekommen wir fast ganz vorne Plätze. Neben einem kurzen Salsa-Konzert und der Vorstellung der aktuellen Misereor-Projekte spielt auch Deutschlands Top-Acapella-Gruppe  „Wise Guys“. Nach dem Konzert verwechsel ich meinen Rucksack mit einem identischen, der sogar ähnlich gepackt ist. Jacke, Wasserflasche, Programm,... . Erst später fällt mir auf, dass ich den falschen habe. Neben meiner Jacke und meinem Rosenkranz, den ich davor gebastelt habe, waren leider auch meine Notizen für diesen Artikel darin. Deshalb muss ich jetzt improvisieren. Zum Glück hat auch der andere eine Karte im Rucksack, sodass ich gerade noch rechtzeitig zum Bahnhof komme. Klicke auf „Sonntag“, um den Schluss zu lesen.


    Mittwoch; Donnerstag; Freitag; Samstag; Sonntag

    2.6.2008
    Marius Mülhaupt


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