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    Abtei; EGM; Sonstiges



    Freitag, der 23. Mai 2008

    Gespannt, was mich heute erwartet mache ich mich am Freitag Morgen bereit für einen neuen Tag. Wir haben heute die Auswahl zwischen verschiedenen Pflichtangeboten. Da mir der Salsa-Workshop und der Kinofilm, der zur Auswahl steht, nicht zusagt, entscheide ich mich für das „Deeskalationstraining HalT: Hart am Limit“. Doch als wir am Treffpunkt angekommen sind, stellen wir enttäuscht fest, dass der Workshop überfüllt ist. Deshalb schauen wir uns im Gebäude um und werden auch bald fündig. Mit kleinen Improvisationsübungen füllen wir die nächsten 2 Stunden. Als wir anschließend etwas essen, erzählt uns einer der Betreuer, dass er nicht mit uns durch die Stadt laufen könne, weil er noch zu einer Vorlesung wolle. Ohne viel nachzudenken frage ich und ein weiterer Firmling sofort, ob wir mitkommen könnten. Nachdem er diese Frage bejaht hat machen wir einen Treffpunkt aus und gehen noch kurz durch Osnabrück. Am Treffpunkt brechen wir mit leichter Verspätung auf zu einer Vorlesung, die sich mit Hirnforschung und der damit verbundenen Frage, ob Freiheit nur eine Illusion ist, beschäftigt. Dort angekommen bekommen wir tatsächlich, das erste Mal am Katholikentag, gute Plätze. Als der Pfarrer, der neben mir sitzt, mich überrascht fragt, ob ich denn ein solch kompliziertes Thema verstehe, wird mir schon ein bisschen mulmig. Ich werfe einen Blick aufs Thesenpapier der Vorlesung und stelle fest, dass ich zwar nie auf solche Gedanken kommen würde, aber dass ich sie wenigstens nachvollziehen kann. Nach einem (gefühlte Stunden) langem Jazzstück beginnen die Referenten endlich mit ihrer Vorlesung. Als ich später aus dem Haus gehe, steht für mich fest: Ich gehe morgen wieder auf eine Vorlesung! Doch jetzt muss ich mich beieilen, um noch einen guten Platz beim Culcha Candela-Konzert zu bekommen. An einem kleinen ( , natürlich noch abgesperrten,) Eingang komme, an dem nur ca. zehn Leute warten, lotst uns der Rest der Betreuer zu einem, angeblich fast leerem, Eingang. Ich weiß nicht, was die Definition von „fast leer“ ist, aber bei rund 200 Leuten von „leer“ zu sprechen, finde ich schon ein bisschen paradox. Trotzdem hab ich es irgendwie geschafft zum Konzert zu kommen und hab sogar meine Flasche Wasser trotz Kontrolle behalten dürfen. Das Konzert war kein reines Culcha Candela-Konzert. Unter dem Titel „Osnabrück rockt für 1 Welt“ spielten erst die Moderatoren des Radiosenders N-Joy ca. 1,5 Stunden, dann irgend ein (angeblich) bekannter Sänger, dem eigentlich keiner zugehört hat und erst zum Schluss Culcha Candela. Danach wollen wir, bevor wir zum Zug gehen, eigentlich nur kurz zum McDonalds gehen, doch irgendwie wartet der Zug wohl nicht auf uns. Glücklicherweise fährt eine Stunde später noch ein Zug nach Melle. Da Pater Jonathan auch fix und fertig ist, verspricht er uns, am nächsten Tag eine Stunde länger ausschlafen zu können. Klicke einfach auf „Samstag“, um weiter lesen zu können.


    Mittwoch; Donnerstag; Freitag; Samstag; Sonntag

    2.6.2008
    Marius Mülhaupt


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