Interview mit ToniAls unsere dritte Ausgabe im Dezember 2004 erschien, lag es gerade einmal ein halbes Jahr zurück, dass unser lieber Toni das EGM verlassen hatte. Um die Erinnerung an das Urgestein des Tagesheimtrakts und der Bibliothek nicht verblassen zu lassen, möchten wir exklusiv für euch das damals abgedruckte Interview in Auszügen veröffentlichen.PEER: Warum gab es keine Abschiedsfeier? Toni: Ging alles schneller als schnell. PEER: An welcher Schule können die Schüler deine Anwesenheit genießen? Toni: Mädchenbildungswerk Gemünden PEER: Warum gerade diese Schule? Toni: Hier wurde ein Lehrer gesucht und ich musste mit meiner Familie nicht umziehen. PEER: War der Entschluss des Wechsels länger geplant oder eher spontan? Toni: Spontan. Aber es war abzusehen, dass man mir in Münsterschwarzach Änderungen in meinem Arbeitsbereich zumuten wollte, die mir nicht gefallen haben. PEER: Welche Fächer unterrichtest du? Toni: Latein PEER: Bist du mehr als Lehrer oder als Betreuer tätig? Toni: Nur Lehrer. PEER: Kennt man dich an der Schule schon als "Toni" oder heißt du noch "Herr Greb"? Toni: Herr Greb und das wird auch so bleiben, weil ich Noten geben muss. PEER: Wie schwer war für dich die Umstellung zum "richtigen" Lehrer? Toni: Ich war schon immer richtiger Lehrer. PEER: Wie war dein persönlicher Start ins neue Schuljahr? Toni: Viele neue Gesichter, besinnlicher Gottesdienst, habe das Wort "Bams" vermisst und mich schon in den Ferien in Mädchengruppen hineingebeamt, um mich daran zu gewöhnen, nur von Mädchen umgeben zu sein. (Ein Männerparkplatz wurde mir noch nicht genehmigt) PEER: Wie ist das Schulklima in Gemünden im Gegensatz zum EGM? Toni: Herzlicher und entspannter. PEER: Was vermisst du am EGM am meisten? Toni: Meine pädagogischen Herausforderungen, also Simon Steffan, Lukas Münich etc. PEER: Wie lebst du deine unter uns allen wohlbekannte soziale Ader aus? Toni: Koche einmal in der Woche für die anderen Lehrer Kaffee und esse den Mädchen die Süßigkeiten weg… PEER: Welchen Schnitt hatte die erste Schulaufgabe, die du gehalten hast? Toni: 3,19 ; 8. Klasse ; L2 PEER: Hast du momentan noch genug Zeit für dich selbst bei all den Aufgaben, die du dir aufgehalst hast? Toni: Ich nehme mir die Zeit und wenn meine Frau von ihrer Kur zurück sein wird (Futur II) werde ich auch wieder mehr Zeit haben. PEER: Wie verhalten sich deine neuen Schüler, die ja zu 100% dem schwachen Geschlecht angehören, deinen frauenfeindlichen Witzen gegenüber? Toni: Zum Ausgleich erzähle ich auch männerfeindliche Witze (Warum haben Männer drei Gehirnzellen mehr als ein Pferd? Damit sie beim Autowaschen nicht aus dem Eimer trinken!) Ab und zu muss ich zur Entschuldigung Lebkuchen spendieren (Was ist braun und hängt an der Wand? Ein Klebkuchen!) PEER: Bist du Birkenstock treu geblieben? Toni: Nur noch zu Hause. PEER: Fühlst du dich mangels zu leistender "Facharbeiten-Unterstützung" auf Entzug gesetzt? Toni: Nein, ich habe zwei sehr interessierte 11. Klassen. Zur Zeit machen wir ein Projekt: "Poggio Bracciolino" PEER: Wovon ernährst du dich jeden Mittag? Fehlt dir die Tagesheimküche? Toni: Bin jetzt in der Mensa und treffe dort sehr viele ehemalige EGMler und Zivis. Vier verschiedene Essen zur Auswahl konnte die Semi-Küche leider nicht bieten. Habe die 100er-Grenze überschritten. Kommentar eines Mädchens: "Mein Papa hat auch 100 Kilo. Der sieht aber wesentlich dicker aus!" Ich: "Mein liebes Mädchen, du hast wohl in Mathe nicht aufgepasst. Gewicht = Länge mal Breite!" PEER: Welchen Witz möchtest du uns gegenüber noch unbedingt loswerden? Toni: Den Witz, den ich loswerden wollte, bin ich losgeworden… PEER: Was willst du der Schüler- bzw. Lehrerschaft des EGM noch mit auf den Weg geben? Toni: Labora, aselle, quomodo laboravi; proderit tibi. (Inschrift aus Pompeji für einen Esel in der Getreidemühle) 18.5.2007 Peer |
