Hinter den BandsInterview mit Herrn Aust, Lehrer und ehrenamtlicher Bandbetreuer am EGMHerr Aust, im Zuge unseres Sozialkundeprojektes wollen wir die ehrenamtliche Arbeit von Menschen vorstellen, die dadurch an unserer Schule viel ermöglichen. Erlauben Sie uns, Ihnen hierzu ein paar Fragen zu stellen. Frage: Seit wann arbeiten Sie jetzt schon mit den Schülerbands? Aust: Seit zirca 1990. Nachdem der damalige Betreuer der Bands die Schule gewechselt hat, habe ich diesen Posten übernommen. Frage: Warum haben Sie das getan? Aust: Ich finde es einfach gut, den Schülern diese Möglichkeit zu geben. Die Tradition der Schulband gibt es bei uns schon lange. Außerdem ist die moderne Musik ein guter Gegenpol zu den klassischen Orchestern, die vielleicht nicht allen zusagen. Frage: Was gibt Ihnen Ihre Arbeit zurück? Macht es Ihnen Spaß? Aust: Spaß spielt hierbei nur eine beschränkte Rolle, weitaus wichtiger ist mir den Schülern - wie ich schon gesagt habe- die Möglichkeit anzubieten, in einer Band mitzumachen. Natürlich freue ich mich, wenn den einzelnen Bands ein Auftritt gut gelingt und wenn ich sehe, dass sie Spaß am Musik machen finden, aber um meinen Spaß geht es weniger: Es geht um die Möglichkeit, sich als Schüler auf musikalischer Ebene zu betätigen. Frage: Ich kann mir vorstellen, dass es nicht immer einfach ist, eine oder gleich mehrere Bands unter Kontrolle zu halten. Ist Ihnen Ihre ehrenamtliche Arbeit diesen Stress wert? Aust: Selbstverständlich ist das Stress, aber ja, die Bands zu ermöglichen ist das wert. Außerdem gibt es zwei Typen von Bands: Die selbstständigen Bands, denen ich einfach nur den Bandraum aufschließe und hin und wieder nach dem Rechten sehe, die sich komplett selbst organisieren. Natürlich gibt es auch die Bands, die man betreuen muss, um ihr musikalisches Vorankommen zu unterstützen. Mit ein wenig Schimpfen, Ermahnen und Planung kommt man auch mit diesen sehr gut zurecht. Frage: Jetzt muss ich doch mal eine persönliche Frage stellen. Ich selbst bin ja Sänger in einer Ihrer Bands. Zu welcher der beiden Band-Arten gehören wir? Aust: (lacht) Ihr habt einen Trend zum Besseren. Nun eine kleine Fangfrage: Welche Band gefallt Ihnen am Besten? Aust: Das kann man so pauschal nicht sagen und das möchte ich auch nicht. Das war auch eine ziemlich unfaire Frage… Aust: Nein, stopp! Die Lehrerband, ganz klar (lacht) da spiel ich ja mit, logisch dass ich die dann am meisten mag. Stimmt. Zusätzlich zur Bandbetreuung bieten Sie den Schülern ja auch Theater und einen Kurs in Bühnenbeleuchtung an. Ich nehme an Ihre Gründ hierfür sind ähnlich? Aust: Ja, da hast du recht. Ich will den Schülern auf möglichst vielen Ebenen ihre freie Entfaltung ermöglichen. Allerdings muss man dazusagen, dass Bandbetreuung wesentlich entspannter ist: Die Bands bestimmen ihre Musik selbst, schlagen selbstständig Lieder vor… Beim Theater hingegen ist viel mehr Betreuung erforderlich, um einen kontinuierlichen Prozess der Entwicklung zu gewährleisten. Abschließend jetzt meine letzte Frage: Macht es Sie stolz, wenn Ihre Bands oder Ihre Theaterstücke Erfolg haben? Aust: Nein, nein, Stolz ist das nicht. Stolz wäre der völlig falsche Begriff, denn ich bin nicht die Band oder die Schauspieler. Ich bin nur der Betreuer, die wahre Arbeit liegt bei den Schülern und somit gebühren auch nur ihnen der Erfolg und der Stolz. (Max R. wirft ein) Aber wenn eine Ihrer Bands sehr berühmt werden würde, würde Sie das doch auf irgendeine Weise stolz machen? Aust: (lacht) Ja, natürlich hofft und wünscht man sich das, allerdings geht es hier wirklich nicht um mich: Wie schon gesagt, es geht nur darum dass Schüler ihre individuellen Gedanken und Wünsche auf möglichst viele Weisen ausdrücken können. Und die Band ist eine Möglichkeit dafür. Frage: Dann bedanke ich mich für Ihre Ehrlichkeit und man sieht sich heute Nachmittag bei der Bandprobe… Aust: Ja, bitteschön. Bis heute Nachmittag. zurück zur Übersicht 2009 Martin Messner und Katrin Pickel |
