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Interview mit André Hofmann, dem Gründer des Ehemaligen-Netzwerkes des EGM "EGM-Alumni"
Zur Person:
Wie alt bist Du?
Ich werde im März 30! Das hört sich alt an, oder? Naja, wir werden alle nicht jünger.
Welcher beruflichen Tätigkeit gehst Du zur Zeit nach?
Nach dem Abi 1999 war ich beim BUND und habe dann eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht. Jetzt bin ich Student und schreibe noch bis Mai 2009 an meiner Diplomarbeit im Bereich BWL an der Universität Würzburg. Ich hoffe, dass ich ab Mitte des Jahres einen Job im Bereich Marketing finden werde!
Was treibt Dich an?
Schwer zu sagen. Als alter Sport-LKler nehme ich es sportlich und gehe meinen Weg zielstrebig von Etappenziel zu Etappenziel. Momentan habe ich das große Ziel, einen Job zu finden, der mir Spaß macht und in dem man für Top-Leistung sehr gut bezahlt wird. Dieses Ziel treibt mich zur Zeit an, ständig an mir selbst zu arbeiten und mich zu verbessern.
Auf welche Leistungen bist Du besonders Stolz?
Ich bin stolz darauf, dass ich alles, was ich bisher erreicht habe, größtenteils ohne fremde Hilfe geschafft habe. Abitur, Ausbildung, Studium und natürlich auf EGM-Alumni. Es war nicht immer einfach, denn ich musste in den letzten Jahren auf einige Dinge verzichten. Auf meine Studienzeit schaue ich zweigeteilt zurück. Es war einerseits eine angenehme Zeit, andererseits phasenweise aber auch eine der größten Herausforderungen, denen ich mich bisher stellen musste. Stolz bin ich darauf, dass ich mein Studium fast komplett selbst finanziert und trotzdem einigermaßen gute Noten im Zeugnis stehen habe.
Mit wem würdest Du gerne ein Jahr lang tauschen?
Weiß ich nicht. Das sind Gedanken mit denen ich mich in den letzten Jahren nicht bewusst auseinander gesetzt habe. Ich versuche lieber ICH zu bleiben. Ich bin der Meinung, dass jeder selbst für seinen Werdegang verantwortlich ist und die Verantwortung für sein gesamtes Handeln übernehmen muss. Wenn man einigermaßen genügsam ist, täglich an sich arbeitet und sich an die jeweiligen Lebenssituationen anpasst, dann kommt man, denke ich, ganz gut ohne „Tausch“ durchs Leben.
Zu EGM-Alumni:
Wie bist Du darauf gekommen, eine Seite für Ehemalige des EGM zu machen?
Hört sich vielleicht komisch an, aber es hat sich so ergeben. Wir hatten EGM-Alumni nicht von Beginn an geplant. Mit meinen zwei Klassenkameraden Andreas und Sigurd habe ich die Seite Stück für Stück aufgebaut. Das Projekt www.egm-alumni.de gibt es ungefähr seit 2003. Seinen Ursprung hat EGM-Alumni in der Adressenliste unseres Abijahrgangs 1999. Ich habe damals die Adressen aller meiner Mitschüler zusammengetragen, damit wir in Kontakt bleiben. Seit dieser Zeit befasse ich mich mit der Ehemaligenarbeit. Im nächsten Schritt wollten wir unsere Adressenliste über das Internet aktualisieren und haben schnell gemerkt, dass sich die Adressdatenbank auf alle Jahrgänge des EGM ausdehnen lässt. So ist EGM-Alumni entstanden. Auf der Seite www.egm-alumni.de kann jede(r) „Alumnus/Alumna“, d.h. jede(r) ehemalige SchülerIn des EGM seine Adressdaten freiwillig im Login-Bereich hinterlegen. Die Idee, die hinter dem Ehemaligen-Netzwerk steht ist, dass jeder interessierte Ehemalige mit seinen Schulfreunden über EGM-Alumni in Kontakt bleiben kann.
Wichtig ist: EGM-Alumni ist keine Kopie von SchülerVZ oder StudiVZ. EGM-Alumni gibt einem kleinen, exklusiven Personenkreis die Möglichkeit in Kontakt zu bleiben. Alle Alumni haben eine gemeinsame Basis, nämlich die Schulzeit am EGM. Die Anonymität in einer riesigen Community wie bei StudiVZ gibt es bei EGM-Alumni nicht. Unsere gemeinsame Vorgeschichte sorgt dafür, dass zwischen allen Mitgliedern im Netzwerk von Beginn an eine gewisse Nähe besteht.
Woher kommt Deine Verbundenheit zum EGM?
Die Zeit am EGM war für mich persönlich extrem genial! Ich habe sie sehr genossen und viele tolle Erinnerungen daran. Besonders an unsere Klassenfahrten und an die einmaligen Erdkundestunden mit Wolfgang Horndasch.
Meine Verbundenheit hat einen einfachen Grund: Ich bin „Turner“ und wir Turner (die meisten sind schon lange weg vom EGM) pflegen seit vielen Jahren eine sehr enge und freundschaftliche Beziehung zu „Eddi“. Während unserer aktiven Zeit hat er uns als Trainer und Mensch sehr geprägt. Er hat uns mit seinen Ratschlägen geformt und ein Stück weit zu dem gemacht, was wir heute sind. Das verbindet fürs Leben!
Was versprichst Du Dir persönlich aus dem Alumni-Netzwerk?
„Eddi“ hat oft davon gesprochen, dass Menschen, die im Laufe ihres Lebens etwas bekommen haben, wieder einen kleinen Teil „zurückgeben“ sollten. Diese Denkweise entspricht genau der Idee eines Ehemaligen-Netzwerkes, denn ein Netzwerk lebt vom „Geben und Nehmen“ seiner Mitglieder. Wir haben in den letzten sechs Jahren viele Stunden unserer Freizeit in das Projekt gesteckt. Mein Wunsch ist es, dass wir nun die ersten Früchte ernten können.
Aus dem Kontakt zu EGM-Alumni soll sich für die Alumni, vor allem aber auch für die Schüler des EGM eine Chance ergeben. Das Hauptziel des Netzwerkes ist es, Erfahrungen weiterzugeben und ein umfassendes Kompetenzzentrum aufzubauen. Unsere Erfahrungen möchten wir beispielsweise an einem Karriere-Informations-Tag an die angehenden Abiturienten weitergeben. Ziel einer solchen Veranstaltung ist es, dass sich die Abiturienten in ungezwungener Atmosphäre mit erfahrenen Ehemaligen über Studium oder Beruf unterhalten und so vom Netzwerk profitieren können.
Hat Dir das EGM nach der Schulzeit geholfen?
Kann man so nicht direkt sagen, indirekt vielleicht. Wenn man sein Abi in der Tasche hat, dann ist man erst mal weg vom EGM. Manche kommen früher wieder zurück, manche später. Es ist klar, dass der Kontakt zur Schule abnimmt und das EGM den Schülern nach dem Abi nicht mehr so viel helfen kann. Jeder muss eben seinen eigenen Weg finden.
Bezüglich meines Engagements für EGM-Alumni muss ich allerdings sagen, dass ich bei Herrn Scheller und der Schule 100% Rückhalt habe. In finanzieller Hinsicht werden wir darüber hinaus großartig vom „Münsterschwarzacher Kreis“ unterstützt. Ohne diese Hilfe würde es EGM-Alumni nicht geben. Und auch eine Veranstaltung wie der „Münsterschwarzacher Aktiv-Tag 2008“ wäre ohne die tolle Unterstützung der Schule nie möglich gewesen!
Eine Lebensweisheit, die auch was für den Schulalltag ist…
„Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt von morgen aussieht“ (unbekannter Verfasser)
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2009
Julian Graf, Daniel Wirsching, Fabian Engelhardt und Marcus Dietmann |