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    Zu Gast bei Freunden – Der Kommentar zum Besuch des Wirtschaftsministers

    Für den 22. Januar, den bundesweiten EU-Projekttag, hatte sich hoher Besuch angekündigt. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos gab sich die Ehre zu Vortrag und anschließender Diskussion. Natürlich wusste unsere Schule unter der Leitung von Herrn Bürger den Gast und seine Eskorte überaus gebührend willkommen zu heißen und die Veranstaltung zu untermalen. Ganz besonders überrascht und begeistert hat die ZuhörerInnen samt Minister Herr Langer mit einer modernen, symbolisch aufgeladenen und extravaganten Liedneuschöpfung zum weit gefassten Thema EU.
    Nach diversen weiteren Rednern schloss Michael Glos darauf mit seinem Vortrag zum Einstimmen der deutschen Ratspräsidentschaft an. Anfänglich richtete er dabei seinen Blick noch auf die gebannt lauschenden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Doch bald, so schien es, hatte die rhetorische und inhaltliche Gestaltung seiner als „politisch“ empfundenen Rede die Gedanken an das Auditorium verdrängt.
    Nach punktuellen Meinungsumfragen von Schülern fällt die verbreitete Unzufriedenheit darüber auf, dass der Minister während des knapp halbstündigen Ausführungen oberflächlich geblieben ist. Jedoch nehmen viele der Befragten dies als ein selbstverständliches Attribut eines Politikers hin.
    Nach seiner Ansprache sollte der Minister dann den Schülern Rede und Antwort stehen. Der Auftakt war die provokante, aber höflich gestellte Frage einer Schülerin, ob das Amt des Ministers für Wirtschaft und Technologie überflüssig sei. Weniger direkt, aber sehr eingehend, erklärend und ernsthaft der Schülerin zugewandt formulierte Michael Glos seine Meinung. Den darauf folgenden, von Elmar Bürger zensierten Fragen allerdings wurde auch für das Niveau einer Oberstufe verwirrend weitschweifig begegnet. Die Erwiderungen des Politikers wurden von einem Teil der ZuhörerInnen als wenig zielgerichtet oder beantwortend empfunden.
    Leider reichte die knapp bemessene Zeit des Wirtschaftsministers nur für vier Fragen und so machte er sich, knapp eineinhalb Stunden nach seinem Eintreffen wieder auf den Weg zu einer Sitzung in München, die er aufgrund seines Aufenthalts in Münsterschwarzach nur verspätet erreichen konnte.
    Für alle Beteiligten war es auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, einmal einen großen Politiker hautnah zu erleben und vielleicht auch das Interesse an der europäischen Union zu wecken.

    18.5.2007
    Judith Schunk


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