

(Foto:© Marius Mülhaupt (erstes Foto); Michael Aust (zweites Foto))
|
Theater K
Theatertag am 31.10.2008
Was haben „Eulen“, ein „Handschuh“, Mobbing und ein Koffer miteinander gemeinsam?
Sie sind alle wichtige Dinge aus den Textstücken, die den 4 Theatergruppen, die am 31.10.2008 das EGM besuchten, vorgelegt wurden. Doch fangen wir lieber vorne an:
Schon nach der 2. Stunde dürfen wir, die Theater K-ler, anstatt noch 5 Stunden in der Schule zu sitzen und den Lehrern zuhören zu müssen, unserer Lieblingsbeschäftigung nachkommen: Dem Theater! Eine Stunde, bevor es aber richtig losgeht, werden wir von Herrn Aust erst einmal eingewiesen: Wo sollen wir proben, wann ist Pause, wer kommt, und, und, und, ... Wer kommt? Ja, wir sind heute ausnahmsweise nicht unter uns: Zusammen mit einer Unter- und einer Oberstufentheatergruppe aus dem Humbold-Gymnasium Schweinfurt und einer weiteren Oberstufentheatergruppe vom Gymnasium Königshofen veranstalten wir heute einen Theatertag: 4 Texte gibt es, von denen sich jede Gruppe einen zum Improvisieren aussuchen muss. Langsam steigt die Spannung: Wie sind die anderen Theatergruppen denn so? Welche Texte haben wir zur Auswahl? Und wie wird unser Stück bei den Anderen ankommen? ...
Lange müssen wir nicht auf die Beantwortung dieser Fragen warten, denn schon bald kommen die ersten Busse mit Schülern. Nach einer kurzen Vorstellung geht es auch schon gleich zur Sache. Es geht in die Gruppen und zum zugeteilten Platz: Wir verziehen uns sofort in die Pausenhalle, wo wir von einem Lehrer einer anderen Gruppe freundlicherweise ihre Aufwärmübungen gezeigt bekommen. Nachdem wir uns angeschrien und uns wieder versöhnt haben, uns Geschenke überreicht haben und all das getan haben, was uns die andere Gruppe zeigt, beginnen wir endlich mit der Diskussion, welchen Text wir spielen wollen: Ein Jugendbuch, in dem ein Junge Gegenstände aus seiner Vergangenheit in einen Koffer packt? Einen Zeitungsbericht über Mobbing? Eine mittelalterliche Ballade? Oder ein abstraktes Gedicht, dass das Wort „Eulen“ als Kern hat? Wir entscheiden uns schnell für den Zeitungsbericht! Doch bis alle Ideen gesammelt sind, WIE man diesen am besten in einem kurzen Theater verwirklichen kann, dauert es lange: So lange, dass wir, als wir endlich damit fertig sind, feststellen, dass wir schon ¾ der Zeit verbraucht haben. Unser Stück soll sich nicht auf die Tat selbst, sondern auf die Reaktionen der Familienmitglieder, der Lehrer und der Klassenkameraden beziehen! Als Zeichen, dass alles über das Opfer hinweg entschieden wird, soll dieses unter den Sprechenden liegen bleiben. So weit zur Theorie! Für die Praxis haben wir leider nicht ganz so viel Zeit, wie wir wohl benötigt hätten. Doch wir machen das beste daraus und sind, als die Schule für unsere Klassenkameraden aus ist und wir in unsere Pause mit den anderen Theatergruppen gehen, auch schon weitgehend fertig.
Nach der Pause folgt dann die Vorführung der Stücke:
Mit einer soapartigen Version der Ballade, in der auch andere Textstücke eingebaut wurden, zeigt die Oberstufe aus dem Humbold-Gymnasium ihr Können.
Eine „klassische“ Version der Balade spielt dann die Unterstufe.
Die Oberstufengruppe aus dem Gymnasium Königshofen überrascht mit einem genauso abstrakten Stück, wie die Vorlage, die sie verwendeten: Das Gedicht über „Eulen“!
Und dann sind da ja noch wir, das Theater K:
Unser Stück klappt erstaunlich gut:
Ja, der ein oder andere Fehler ist schon noch da, aber allgemein... naja...
Zumindest gefällt es auch den anderen Gruppen in der Besprechung.
Dann ist der Tag auch schon vorbei und die Busse fahren wieder Richtung Heimat:
Wir bleiben noch da, um beim Aufräumen zu helfen und dann geht’s in die wohlverdienten Herbstferien.
Zurück zur "Einmal Theater - Immer Theater" Seite
2008
Marius Mülhaupt |