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    Abtei; EGM; Sonstiges



    Ein Bild von Pater Anselm Grün
    (Foto:© Nicolas Kunath)

    "Es ist unser Gejammer, das uns die Arbeit schwer macht"

    „Ich wünsche euch ein gelingendes Leben“

    Reichlich Tipps nicht nur fürs Leben nach der Schule gab P. Anselm Grün der Kollegstufe des EGM am Montag, 12. Februar 2007, in einem exklusiven Vortrag in der Aula. „Anstrengend sind nicht die Aufgaben, die uns gestellt werden. Es ist unser Gejammer, das uns die Arbeit schwer macht“. Mit lebensnahen Weisheiten holte Anselm die Kollegstüfler direkt im Alltag ab.

    Der Ausgleich zwischen Extremen, die Mitte zwischen den gegensätzlichen Polen im Leben des Menschen (Liebe – Aggressivität, Arbeit – Ruhe, Freude – Trauer) bildete den wichtigsten Teil seiner Ausführungen. Ausgehend von den Weisheiten der Medizin der griechischen Antike, durchsetzt mit Zitaten zahlreicher Philosophen (z. B. Erasmus von Rotterdam) und Psychologen spannte Anselm den Bogen hinein in die Gegenwart, in das Leben unserer Kollegstüfler. „Perfektionismus macht eng. Als Menschen dürfen wir Fehler machen“. Worte wie diese dürften Balsam für die Seele der angehenden Abiturienten der 13. Klasse gewesen sein. Eine Woche nach der Vorstellung der Facharbeiten in der Villa Sommerach traf Anselm auch mit folgender Weisheit genau ins Schwarze: „Das Wichtigste an einer Doktorarbeit ist, dass sie fertig ist“. Unsere 13.-Klässler, die die Abgabe der Facharbeiten noch vor Präsentation und Bewertung feierten, dürften sich in ihrer Einstellung bestätigt sehen. Zwar fühlten sich teils auch Schüler, für die Theologie sonst ein rotes Tuch in schwarzer Kutte ist, von den Worten Anselms angesprochen. Ein Kollegstüfler brachte jedoch nach der Veranstaltung auf den Punkt, was vielen schon während des Vortrags durch den Kopf ging: „Schade, dass es manche nicht schaffen, ganz einfach zuzuhören“.

    12.02.2007
    Nicolas Kunath


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